Der Luxusimmobilienmarkt in Italien

Der Luxusimmobilienmarkt in Italien

Der Markt für Luxusimmobilien in Italien

Der Markt für Luxusimmobilien in Italien entwickelt sich sowohl in den Metropolen als auch im Segment der hochpreisigen Zweitwohnungen weiterhin positiv. Laut einer Studie von Patrigest und Santandrea stützen die wachsende Zahl vermögender Privatpersonen, günstige Steuerbedingungen für große Kapitalanlagen und das Interesse ausländischer Investoren die hohe Nachfrage nach Premium-Immobilien. Mailand bleibt das wichtigste Marktzentrum, während prestigeträchtige Ferienorte ihren Status als attraktivste Investitionsstandorte beibehalten.

Das wachsende Vermögen stützt den Markt

Der Luxusimmobiliensektor in Italien zeigt sich widerstandsfähig und entwickelt sich stabil. Einer der Hauptfaktoren für das Wachstum ist die steigende Zahl vermögender Einwohner des Landes. Die Zahl der Steuerzahler mit einem Jahreseinkommen von über 120.000 Euro ist trotz der Wirtschaftskrisen der letzten Jahre im Vergleich zu 2008 um 39 % gestiegen.

Mit dem Kapitalwachstum wird Immobilienbesitz zunehmend nicht nur als Wohnraum, sondern auch als Mittel zur Vermögenssicherung und -mehrung betrachtet. Im Jahr 2024 erreichte der Anteil der Immobilieneigentümer unter den vermögendsten Familien 95,3 %, während dieser Wert vor zwanzig Jahren bei 92,9 % lag. Gleichzeitig sinkt das Interesse am Mieten allmählich.

Geografie von Luxuswohnungen

Die höchsten Preise – über 6.000 Euro pro Quadratmeter – konzentrieren sich in den größten Städten und prestigeträchtigen Touristengebieten: an Seen, in den Alpen und an der Küste. Hier macht der Markt für Luxusimmobilien einen bedeutenden Teil des Gesamtangebots aus.

Neben Mailand und Rom stechen auch kleinere, exklusive Gemeinden wie Basilio und Forte dei Marmi hervor, die eine besonders hohe Konzentration wohlhabender Einwohner aufweisen. Mailand bleibt der prestigeträchtigste Markt des Landes, während Rom in puncto Attraktivität direkt hinter Florenz und Venedig liegt.

Unter den Großstädten führt Florenz hinsichtlich des Anteils an Luxusimmobilien – fast 30 % der Objekte befinden sich im Premiumsegment. Mailand, Neapel und Bologna folgen.

Starkes Wachstum der Nachfrage nach Zweitwohnungen

Der Markt für teure Zweitwohnungen entwickelt sich besonders dynamisch. Die Anzahl der Transaktionen mit Immobilien über 1 Million Euro ist im vergangenen Jahr um 22 % gestiegen, und das Volumen dieses Segments hat sich in zehn Jahren nahezu verdoppelt.

Heute machen Zweitwohnungen rund 76 % aller Immobilientransaktionen über einer Million Euro aus. Diese Immobilien werden zunehmend nicht nur zur Freizeitnutzung, sondern auch als Kapitalanlage zur Diversifizierung des Portfolios erworben.

Selbst in Zeiten von Marktinstabilität zeigt sich das Segment als sehr widerstandsfähig und erholt sich schnell von Abschwüngen.

Veränderte Nachfragestruktur

Die Studie zeigt zudem einen Angebotsmangel im mittleren Premiumsegment mit Preisen zwischen 6.000 und 10.000 Euro pro Quadratmeter.

Der Mangel an kleinen Wohnungen ist besonders auffällig: Zweizimmerwohnungen decken 43 % der Nachfrage ab, aber nur 33 % des Angebots.Dies deutet auf veränderte Käuferpräferenzen hin, insbesondere bei vermögenden Kunden, und eröffnet Chancen für neue Sanierungsprojekte und den Bau von Wohnungen in kleineren Formaten.

Luxusmietwohnungen und der Tourismusmarkt

Auch das Premium-Mietsegment bleibt aktiv. Mietpreise über 20 Euro pro Quadratmeter und Monat sind vor allem in großen Wirtschaftszentren üblich. Mailand und Rom sind dank der starken Nachfrage von Fachkräften, Managern und internationalen Unternehmen führend.

In touristischen Regionen – insbesondere an der Küste und in den Bergen – ist die Nachfrage nach Luxusmietwohnungen ebenfalls konstant, und Zweitwohnungen spielen weiterhin eine Schlüsselrolle auf dem Markt.

Merkmale der größten Städte

Mailand bleibt der wichtigste Maßstab für den italienischen Luxusimmobilienmarkt. Im historischen Zentrum liegen die Wohnungspreise bei über 12.600 Euro pro Quadratmeter, und in prestigeträchtigen Gegenden wie Brera und Porta Nuova erreichen die Preise über 14.500 Euro. Die hohe Nachfrage wird sowohl von lokalen als auch von ausländischen Investoren getragen. Die durchschnittliche Verkaufsdauer für Immobilien beträgt 4–6 Monate.

Rom zeichnet sich durch einen einzigartigen historischen Bestand und prestigeträchtige Immobilien im Stadtzentrum aus, wo die Preise bei etwa 10.300 Euro pro Quadratmeter liegen. Zu den Käufern zählen sowohl vermögende Familien aus der Region als auch ausländische Investoren. Immobilienverkäufe dauern hier in der Regel 5–6 Monate.

Florenz zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Luxuswohnungen und großes Interesse internationaler Käufer aus. Historische Villen und restaurierte Residenzen mit Panoramablick sind besonders gefragt. Aufgrund des sehr selektiven Marktes können die Vermarktungszeiten ein Jahr überschreiten.

Bologna, Turin und Genua entwickeln sich nach ihren eigenen Modellen: Bologna ist bekannt für seine Marktstabilität, Turin für seine erschwinglicheren Preise und seine hochwertige Architektur, und Genua wird vor allem für seine Lage und den Meerblick geschätzt.

Die Investitionen wachsen weiter.

Auch 2025 war ein erfolgreiches Jahr für den italienischen Immobilieninvestmentmarkt. Die Gesamtinvestitionen erreichten 12,3 Milliarden Euro, ein Plus von 20 % gegenüber dem Vorjahr.

Die Investitionen in Wohnimmobilien beliefen sich auf rund 841 Millionen Euro, während der Markt für Luxuswohnungen 300 Millionen Euro überstieg. Investoren interessieren sich vor allem für Bau- und Sanierungsprojekte.

Mailand bleibt der wichtigste Kapitalmagnet und vereint fast 79 % der Investitionen in Luxuswohnimmobilien auf sich. Rom, Florenz und bekannte Destinationen wie Portofino folgen.

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