Der Luxus-Immobilienmarkt in Italien übertrifft weltweite Entwicklungen: Wie Mailand und Rom mit wirtschaftlicher Unsicherheit umgehen.
Der exklusive Immobilienmarkt Italiens übertrifft weltweite Trends: Wie Mailand und Rom mit wirtschaftlicher Unsicherheit umgehen
Im ersten Halbjahr 2026 zeigten die exklusiven Immobilienmärkte in Mailand und Rom eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit und übertrafen das durchschnittliche weltweite Wachstum der Immobilienpreise. Laut dem Savills World Cities Prime Residential Index stieg der internationale Markt für Luxuswohnungen im Durchschnitt um 0,6 %, wobei wichtige italienische Städte deutlich besser abschnitten.
Analyse der Kennzahlen für Mailand und Rom
In Mailand erhöhten sich die Preise für Luxuswohnungen um 1,5 % und erreichten durchschnittlich 16.500 Euro pro Quadratmeter. Damit liegt die Wirtschaftshauptstadt Italiens vor Lissabon (14.600 €/m²), Madrid (11.700 €/m²) und Barcelona (9.600 €/m²), aber hinter Paris (19.000 €/m²), London (18.200 €/m²) und Genf (26.300 €/m²). Die Mietpreise in Mailand stiegen um 2,0 % auf 9,83 € pro Quadratmeter und Woche.
Rom verzeichnete eine moderatere Preisdynamik mit einem Anstieg von 0,2 % und einem Durchschnittspreis von 15.100 € pro Quadratmeter. Absolut gesehen übertraf die Hauptstadt Italiens bedeutende europäische Zentren wie Berlin (11.200 €/m²) und Amsterdam (10.900 €/m²). Die Mieten in Rom stiegen um 1,8 % auf 9,59 € pro Quadratmeter und Woche.
Ein besonders deutlicher Anstieg wurde im Immobiliensegment über 3 Millionen Euro verzeichnet. Im ersten Quartal stieg die Anzahl solcher Transaktionen in Mailand um 15 % und in Rom sogar um bemerkenswerte 80 %.
Vergleich mit europäischen Märkten
Italienische Metropolen behaupten sich solide im Mittelfeld der führenden Märkte Südeuropas. Mit einem Anstieg der Preise um 1,5 % in Mailand und 0,2 % in Rom liegen sie vor rückläufigen Märkten wie Berlin (-4,4 %) oder London (-1,9 %), aber hinter den regionalen Favoriten Lissabon (+3,3 %) und Madrid (+2,4 %).
Gemessen am absoluten Preis pro Quadratmeter Premiumfläche bleibt Genf der teuerste europäische Markt (26.300 €), gefolgt von Paris (19.000 €) und London (18.200 €). Mailand (16.500 €) und Rom (15.100 €) behaupten ihre führenden Positionen im europäischen Ranking und lassen Madrid, Berlin und Barcelona hinter sich.
Haupttreiber und Prognose für das zweite Halbjahr
Fachleute betonen, dass ein akuter Mangel an Angebot das Hauptproblem im italienischen Premium-Wohnungsmarkt darstellt. Die Nachfrage von in- und ausländischen Investoren bleibt hoch, aber der Markt leidet unter einem Defizit an einzigartigen, hochwertigen Immobilien. Unter diesen Bedingungen spielt sowohl der Prestigewert des Standorts als auch die Einzigartigkeit des Architekturprojekts eine entscheidende Rolle bei der Bewertung.
Für das zweite Halbjahr 2026 wird ein moderates Preiwachstum zwischen 0 % und 1,9 % für Mailand und Rom prognostiziert. Fachleute erwarten eine ähnliche Spanne für Paris und Amsterdam, was die Stabilität des italienischen Marktes angesichts der globalen wirtschaftlichen Unsicherheit unterstreicht.







