Italienische Immobilien im Jahr 2026
Immobiliensektor 2026: Verlangsamtes Wachstum der Preise und geringe Verkäufe im 2. Quartal
Die Daten der Wohnungsmarktumfrage der italienischen Zentralbank deuten auf eine Marktverlangsamung hin, die jedoch nicht in eine tiefe Rezession führt. Immobilienmakler zeigen vorsichtiges, aber zunehmendes Vertrauen in die langfristigen Perspektiven.
Die Umfrage der italienischen Zentralbank für das zweite Quartal 2026 zeigte eine Verlangsamung des Preisanstiegs bei Wohnimmobilien. Auch die über Makler abgewickelten Transaktionen gingen im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück.
Insbesondere bemerken Makler eine mäßige Preisdynamik, während Rabatte und Verkaufszeiten auf historisch niedrigem Niveau bleiben. Die Käufernachfrage ist schwach und sinkt mit dem weiteren Rückgang des verfügbaren Wohnungsbestands auf dem Markt.
Verlangsamung des Preisanstiegs bei Wohnungen
Im zweiten Quartal 2026 sank die Differenz (Gleichgewicht) zwischen den Immobilienmaklern, die Preiserhöhungen meldeten, und denen, die einen Rückgang verzeichneten, auf 7 Prozentpunkte (gegenüber 12 Prozentpunkten im Vorquartal). Trotz der Verlangsamung liegt dieser Wert immer noch über dem gleichen Zeitraum im Jahr 2025.
Regionale Aufschlüsselung:
- Nordwesten: Deutlicher Rückgang der Wachstumsraten – der Saldo fiel von 11 auf nur noch 1 Prozentpunkt.
- Nordosten und Zentrum: Mäßigere Verlangsamung (Saldo von 13 bzw. 11 Prozentpunkten).
- Süden und Inseln: Der Saldo betrug 6 Prozentpunkte.
Rabatte und Zahlungsbedingungen bleiben minimal
Der durchschnittliche Rabatt beim Verhandeln des Ausgangspreises betrug 7 %, etwas niedriger als im Vorquartal und nahe am historischen Tiefststand.
Rabattspanne nach Region:
- Nordosten: Durchschnittlicher Rabatt von nur 5 %;
- Nordwesten und Zentrum: Durchschnittswerte;
- Süden und Inseln: Durchschnittlicher Rabatt von 9 %.
Die Verkaufszeiten für Immobilien sind weiterhin sehr kurz – im Durchschnitt 5 Monate. Dies deutet darauf hin, dass Immobilien, die zum Verkauf angeboten werden, relativ schnell Abnehmer finden.
Etwa 86 % der Immobilienagenturen verzeichneten mindestens eine Transaktion pro Quartal (der Indikator ist stabil). Der Großteil der Transaktionen fand auf dem Sekundärmarkt statt und machte 81 % aller Verkäufe aus.
Leichte Abnahme des Verkaufsvolumens
Die Transaktionen über Agenturen zeigten eine weniger positive Entwicklung. Die Bilanz der Reaktionen nach Verkaufsvolumen lag bei -13 Prozentpunkten (besser als -19 Prozentpunkte zu Jahresbeginn). Im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 verschlechterte sich der Indikator (von -17 auf -20 Prozentpunkte). Der stärkste Rückgang der Aktivität wurde im Nordwesten und Nordosten verzeichnet, während er im Zentrum, Süden und auf den Inseln geringer ausfiel. Angebot und Nachfrage gehen weiter zurück. Die Einschätzung der Immobilienmakler zur Entwicklung der Käuferzahlen lag bei -15 Prozentpunkten. Dies ist im Vergleich zum Vorquartal stabil und besser als im zweiten Quartal 2025 (-19 Prozentpunkte). Die Nachfrage bleibt schwach, zeigt jedoch schwache Anzeichen einer Erholung im Jahresvergleich.
Angebot: Das Volumen neuer Verkaufsaufträge sinkt weiter – die Mehrheit der Makler meldet einen Rückgang von 26 Prozentpunkten. Der Bestand an unverkauften Immobilien bleibt ebenfalls negativ (-26 Prozentpunkte).
Infolgedessen ist der Markt von einem ausgewogenen Rückgang geprägt: Während die Nachfrage schwach ist, nimmt auch das Angebot ab.
Hypotheken und Kreditverfügbarkeit
Die Konditionen für Hypothekendarlehen sind weiterhin relativ günstig und führen praktisch nicht zu Störungen bei Transaktionen:
- 63 % der Hauskäufe im zweiten Quartal 2026 wurden mit einer Hypothek finanziert (leichter Rückgang gegenüber 65 % im Vorquartal).
- Das durchschnittliche Beleihungsverhältnis (LTV) betrug 78 % und blieb damit hoch. Nur 18 % der Agenturen nannten Schwierigkeiten bei der Hypothekenbeschaffung als Grund für die Stornierung eines Verkaufs. Dies ist einer der niedrigsten Werte, die je verzeichnet wurden.
Steigende Mieten bei sinkendem Angebot
Der Mietmarkt zeigt einen stark positiven Trend für Vermieter:
- 83 % der Agenturen schlossen in einem Quartal mindestens einen Mietvertrag ab (gegenüber 79 % zuvor).
- Die geschätzte Mietsteigerung betrug +32 Prozentpunkte.
Regionale Situation:
- In der Zentralregion (+41 Prozentpunkte) und im Süden/auf den Inseln (+49 Prozentpunkte) beschleunigte sich das Mietwachstum deutlich.
- Im Nordwesten gab es einen starken Rückgang: Die Mietsteigerungsprognose fiel von 30 auf 17 Prozentpunkte.
Im nächsten Quartal erwarten Immobilienmakler einen weiteren Anstieg der Mietpreise (die Erwartungen stiegen um 23 Prozentpunkte). Gleichzeitig stehen immer weniger Mietwohnungen zur Verfügung (Differenz von 26 Prozentpunkten). Ein wichtiger Faktor sind Kurzzeitvermietungen (Tagesmieten). 54 % der Maklerbüros halten ihre Auswirkungen auf den lokalen Markt für signifikant. Im Zentrum sowie im Süden und auf den Inseln liegt dieser Anteil bei 65 %, was dazu führt, dass Immobilien aus dem langfristigen Segment direkt verdrängt werden.
Prognosen für den Immobilienmarkt 2026–2028
Die Schätzungen der Betreiber sind verhalten, zeigen jedoch eine positive Dynamik:
- Die kurzfristigen Erwartungen der Agenturen für ihre eigenen Märkte beliefen sich auf -14 Prozentpunkte (besser als -18 Prozentpunkte im Vorjahr).
- Erwartungen für den nationalen Markt:
- Für das laufende Quartal: -15 Prozentpunkte (Verbesserung gegenüber -17 Prozentpunkte);
- Für die nächsten 2 Jahre: -10 Prozentpunkte (eine deutliche Verbesserung gegenüber -17 Prozentpunkten). Dies ist ein signifikanter Anstieg gegenüber dem Vorjahr (-22 Prozentpunkte).
Dies deutet auf ein vorsichtiges, aber zuversichtliches Wachstum des Vertrauens der Marktteilnehmer in die Aussichten für den italienischen Immobilienmarkt über einen Zeitraum von zwei Jahren hin.







